hm, den Ampera umbauen finde ich fast schade, meiner zeigt gerade eine kombinierte Reichweite von 604km an, mehr kann man sich ja nicht wünschen.
Ich würde ja eher auf modulare, kleine, leise Rangeextender setzen, irgend etwas in Richtung supergedämpfter Gasturbine, gasbetriebener Brennstoffzelle, langhubiger 2-Takt-Diesel oder Sternmotor oder einer Mischung aus allem [2-Taktdiesel in 3 oder 5 Sternausführung mit Turbo gibt/gab es glaub ich noch nicht]. Alles Möglichkeiten um relativ hohe Energiemengen auf kleinem Raum zu erzeugen oder kontinuierlich kleine Mengen über einen längeren Zeitraum.
Aber die gehören auch fix eingebaut und zugelassen und das ist das Problem.
o Zusatzakku für den Ampera: 100kg, unklare Ladestrategie (extra Ladgerät?), noch unklarere Einspeisestrategie, was spicht gegen Ausbau des Ladenetzes und schnellladefähige Amperas? Außerdem: bei 48V könnte ich mir den Umbau noch vorstellen, aber bei 352V? [da zu passt der Artikel vom brennenden Elektro-Porsche-Umbau:
http://ooe.orf.at/news/stories/2649864/]
o Für den I3 wäre ja ein Zusatztank mit sagen wir 20-30 Liter ein Quantensprung, gibts ja für Boote in relativ sicherer Qualität, aber muß als Tank typisiert sein, sonst darf man in viele Länder nicht mehr einreisen (nicht mehr als 5-10l außerhalb des Tanks zuässig).
o einzig legaler weg wäre ein Akku mit DCAC Converter zum Nachladen (aber nicht während der Fahrt und den effektiven Wirkungsgrad mag ich gar nicht ausrechnen) -> aber da sind wir wieder bei den Schnellladestationen.
o für E-Fahrzeuge käme da noch die Al-Luft Batterie in Frage: muss im Bedarfsfall aktitviert werden (mit einem Fläschchen Kali- oder Natronlauge) und liefert dann Energie für 1000km oder mehr. Eckdaten: 1,3kWh/kg, 30$/kW, d.h. mit 100kg hat man 130kWh um schlappe 4000.- Aber als Reservekanister mit 10kg und 100 km Reichweite, warum nicht?
Allein das Recycling ist noch nicht gelöst (es entsteht Al-Hydoxid, welches nur mit hohem Energieeinsatz in Al zurückverwandelt werden kann. Vielleicht kann man die gebrauchte Elektrode + Elektrolyt ja in Ranshofen vorbeibringen
Mein theoretischer Ansatz für den Ampera wäre etwa folgender:
o am bestehenden Fahrzeug nichts umbauen sondern Erfahrung in neue Modelle einfließen lassen
o ein Fahrzeug rund um die Ampera Batterie konstruieren/anpassen welches haben müßte:
- 400-500 kg leichter
- leistungsoptimierter Rangeextender (1 optimierte Drehzahl, keine Teillast)
- Rangextender kleiner und leichter (etwa 30-40kW Nennleistung)
- etwas schwächere und leichtere E-Motoren (z.. 2x22kW Nennleistung)
- Verzicht auf direkten Antrieb der Antriebsachse
- Verzicht auf Planetengetriebe sondern unterschiedliche, aber fixverzahnte Untersetzung für jeden E-Motor
- serienmäßig Schnellladefähig bis 22kW
- Konzept um evtl. "verteilte" Batterien unterzubringen, je kleiner der RE, desto mehr Batteriekapazität
- Letztlich, mit ein wenig mehr Aufwand können sicher noch 10% aus der Batterie mobilisiert werden (zeitlich begrenzte Aufladung auf > 90°, zuverlässiger Schutz gegen Spannungsspitzen bei Rekuperation und Abbau des Überschusses auf 83% bei Nichtgebrauch, nach unten geht wahrscheinlich nicht mehr viel), und aus dem Volumen der Batterie lassen sich sicher noch weitere 20-30% Kapazität herausholen durch Optimierung der Anordnung, Kühlung usw.. In 8 Jahren sehen wir dann weiter ...