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Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 31. Aug 2015 14:25
von Ampera-Pete
Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 31. Aug 2015 14:39
von he2lmuth
Ich hoffe inständig dass unsere Gläubigen nun kuriert sind.

Ich jedenfalls habe mich in dem Artikel gewälzt.
Danke

Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 31. Aug 2015 18:30
von bash_m
170€ / kWh geschätzt.
Dann hätte ich gerne ein BEV in Ampi Größe mit 100 kWh.
Das sollte dann ja wohl für max. 40k machbar sein, vllt wird es vom Platz her eng, aber es gibt keine ausreden mehr weniger als 60 kWh zu verbauen.
Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 31. Aug 2015 21:09
von Joachim
he2lmuth hat geschrieben:Ich hoffe inständig dass unsere Gläubigen nun kuriert sind.

[…]
Da bin ich skeptisch. Du wirst es sehen: Wenn mal wieder Berichte von Super-Akkus durch die Medien geistern, wird gleich wieder gerechnet und spekuliert.
Vielleicht wird das Problem mit der Reichweite und den Batteriekapazitäten auch überbewertet. Sogenannte „Fahrzeuge“ sind ja in den meisten Fällen eigentlich „Stehzeuge“ und könnten bei entsprechender Anzahl Ladepunkte ständig geladen werden.
Vielleicht muss ein Paradigmenwechsel her? Wozu muss der Großteil der Autos > 500 km Reichweite haben?
Ich denke, jetzt flächendeckend Ladesäulen mit einheitlichem Bezahlsystem würde der E-Mobilität eher zum Durchbruch verhelfen, als hoffen und warten auf den Super-Akku in 30 Jahren. Dafür müsste man auch nicht reichlich Forschungsgelder versenken.
Was meint ihr?
Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 1. Sep 2015 04:52
von mainhattan
Joachim hat geschrieben:
Vielleicht muss ein Paradigmenwechsel her? Wozu muss der Großteil der Autos > 500 km Reichweite haben?
Was meint ihr?
sehe ich genauso. Und wozu braucht ein Elektroflitzer 3,4,5 gar 700 PS und einen Ludicrous Mode?
Um sich mit den Lamborghinis, Ferraris und Porsches dieser Welt zu messen, auf gleich dicke Hose zu machen ( bei der es zwar nicht rausstinkt

) und bei unter 5 Sekunden von 0 auf 100 zu kommen? Das ist meines Erachtens eine Entwicklung in die falsche Richtung. Das, was der Ampera und Volt zum Beispiel an Beschleunigung, Drehmoment und Höchstgeschwindigkeit haben ist m.E. Völlig ausreichend. Alles amdere kann man doch auf bei den verstopften Strassen eh nicht mehr ausfahren. Wichtiger finde ich Ladedauer, Effizienz, Ladeinfrastrukur und eine möglichst nachhaltige Herstellung, wie es z.B. BMW i aber auch KIA in guten Ansätzen zeigen. und vorallem, am Ende eines Lebenszyklusses einer Autohochvoltbatterie, wie diese jeder noch auch mit einer Restkapazität von sagen wir mal 70% für JEDERMANN als Pufferspeicher in dem Haushalt eingebunden werden kann.
Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 1. Sep 2015 07:45
von he2lmuth
Mit den 170 €/kWh ist es nicht getan. Diesen Preis kann man doch nicht hochrechnen.
Da fehlt die gesamte Hard und Software, die Nebenaggregate.

Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 1. Sep 2015 08:51
von Nachbars Lumpi
Also ich sehe den Artikel als typisch deutsche Schwarzmalerei. Es werden wieder duestere Szenarien gezeichnet, um den Leser in seiner durch die bisherigen Meldugen z bestaerken, dass Elektroautos nichts taugen.
Es wird rein gar nicht auf andere Zellchemien eingegangen als auf LiIon, Lithium-Luft und Lithium-Schwefel. Eine Batterie kann man, wie ich in anderen Topics schon verlinkt habe, auf anderen Elemeten aufbauen.
Ich muss mainhatten und Joachim auch zustimmen. Kein Auto, welches 22 von 24 Stunden parkt und am Tag in 95% aller Faelle unter 100km bewegt wird, brauch 500+ km Reichweite. Nutzt man den Akku nicht regelmaessig aus altert er dadurch auch schneller als er muesste.
Ich bin auch ganz auf eurer Linie mit der Ladeinfrastruktur. Stehen ueberall Ladesaeulen rum, die man per EC/ Kreditkarte oder einem anderen einfachen und einheitlichen Bezahlsystem zu vertraeglichen Kosten entlohnen kann wird ein solcher Paradigmenwechsel bestimmt stattfinden.
Zusaetzlich muesste ein jedes Fahrzeug fuer Langstrecken auch mit 70 - 100kW laden koennen. Bei 200km echter Autobahnreichweite sollte man sowieso nach 2 Stunden mal Pause machen. In den 20 Minuten kann man mal schnell nachladen. So bekommt man den Wagen wieder fuer die naechsten 170 - 200 km voll waehrend man einen Kaffe trinkt und mal austreten geht.
Man sieht es doch jedesmal, wenn man eine laengere Streck auf der Autobahn faehrt und eine Pause macht. Nur mal "schnell" was trinken und austreten. Dabei sind immer 20 - 25 Minuten rum.
Auch muessen die 500 - 700 oder gar mehr PS gar nicht sein. Die 150 vom Ampera reichen voll und ganz. Natuerlich koennte man das noch ein wenig optimieren, dass der Wagen 6 oder 7 Sekunden auf 100 braeuchte. Mehr bedarf es aber nicht. Ich habe noch keine Situation erlebt, in der die 150 PS nicht gereicht haetten. Also sollte hier auch die Vernunft siegen, dass man sagt bei 300 PS ist Schluss.
Mein Ampera wird noch ein paar Jahre halten und ich plane erst fuer 2019 oder 2020 den naechsten Autokauf. Dabei werde ich primaer darauf achten, dass es 200 km Autobahnreichweite (bei ca 130km/h) sowie AC >22kW und DC >50kW Ladeleistung hat. Mehr benoetigt der 08/15 Autofahrer nicht.
So wie es aussieht wuerde der Bolt schon fast alles davon erfuellen.
Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 1. Sep 2015 09:07
von Michel-2014
Die 700PS sind genau das richtige

Warum? Weil es zeigt was geht und es Spaß macht. So verkauft man Autos. Man muss es unbedingt haben wollen. Da hat Elon schon recht

Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 1. Sep 2015 09:17
von he2lmuth
Meine Hoffnung: Unbegründet
Man sollte bevor man über Anderes als Lithium redet wissen, dass nix revolutionäres in Sicht ist. Nicht in D und auch nicht weltweit. Keine andere Zellchemie ist so weit entwickelt dass man sie für ein EAuto in Erwägung ziehen könnte. (Lithium Luft für das EAuto prognostizieren die Entwickler für 2030)
Was der gute Mann verbreitete ist keine Schwarzmalerei sondern basierte auf Wissen, das viele hier nicht haben (sorry) und mit Wunschdenken gelesen in gewissen grünen Blättern verwechseln.
Und wieder einmal: batteryuniversity.com
Also weiter so, ich bin hier weg.

Re: Batterie-Technik: Zäher Fortschritt in der Forschung:
Verfasst: 1. Sep 2015 09:57
von Nachbars Lumpi
Michel-2014 hat geschrieben:Die 700PS sind genau das richtige

Warum? Weil es zeigt was geht und es Spaß macht. So verkauft man Autos. Man muss es unbedingt haben wollen. Da hat Elon schon recht

Michel, daß Volumen machen die Hersteller heute mit den Auto mit 90-150 PS. Mit einem 300 PS Elektromotor kann man jede Menge Spaß haben. Versuche dir nochmal 200Nm mehr Drehmoment und eine 30- 40% schnellere Beschleunigung im Ampera vorzustellen.
