Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

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Ampera-Pete
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Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von Ampera-Pete » 8. Jan 2014 21:13

Hallo,

heute Morgen habe ich unseren Ampera zur 2-Jahres-Inspektion gebracht.

Heute Nachmittag rief mich die Werkstatt (großer Opel-Händler in Hannover) an und überraschte mich mit folgender Mitteilung:

Sie könnten im Moment die Bremsflüssigkeit nicht wechseln, da Opel für den Ampera Bremsflüssigkeit DOT 3 vorschreibt, sie aber standardmäßig mit DOT 4 arbeiten. Sie hätten weder die passende Bremsflüssigkeit noch eine entsprechende Befüllvorrichtung. Das Problem sei erst jetzt aufgetreten, da unser Wagen der erste Ampera sei, bei dem sie die Bremsflüssigkeit wechseln wollten.

Erst habe ich gestutzt, DOT 4 ist meines Wissens abwärts-kompatibel zu DOT 3. Doch nach einer kleinen Internet-Recherche habe ich folgendes gefunden:

„Das Mischen von DOT-3- und DOT-4-Bremsflüssigkeit ist möglich, aber nicht zu empfehlen, da DOT 4 aggressiver ist. Nicht alle Gummidichtungen in DOT-3-Bremssystemen sind auf DOT 4 ausgelegt, das heißt, sie können aufquellen, was zum Ausfall des Bremssystems führen kann. Generell sollte die Bremsflüssigkeit in das Bremssystem eingefüllt werden, welche auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters spezifiziert ist oder für die eine Freigabe des Fahrzeugherstellers vorliegt.“ [Quelle: Wikipedia]

An anderen Stellen habe ich gefunden, dass speziell US-Fahrzeug noch häufig mit DOT 3-Bremssystemen ausgerüstet sind. Und der Ampera ist ein US-Fahrzeug!

Hat schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht beim Bremsflüssigkeitswechsel?

Pete
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Tango
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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von Tango » 8. Jan 2014 22:39

Wieso Bremsflüssigkeit wechseln nach nur 2 Jahren? Die Bremsen weden ja bim Ampera so wenig beansprucht, da sollte ja die Flüssigkeit noch jungräulich sein.
Gruss Tango / Joe

möglich aber nicht Alltäglich
201,8 km E-Reichweite mit 10,2 kWh mit RE bei 4 Pässefahrt
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xado1
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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von xado1 » 8. Jan 2014 22:50

bremsflüssigkeit nimmt feuchtigkeit auf,selbst ein 2 jahre alter neuwagen kann schon schlechte bremsflüssigkeit haben.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

LUIS 4 U ,Bj.2010,Nissan Leaf Tekna,Bj.2013 ,Tesla Model S 85 2014 und 90D 2017,Renault Zoe 2016,Opel Ampera 2013,fast alles gefahren und gestestet was sich hybrid und elektrisch nennt.

Tango
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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von Tango » 8. Jan 2014 22:59

xado1 hat geschrieben:bremsflüssigkeit nimmt feuchtigkeit auf,selbst ein 2 jahre alter neuwagen kann schon schlechte bremsflüssigkeit haben.
Ja und die Feuchtigkeit kann bei extremer Benutzung zum fading der Bremsen führen. Aber wo ist die exrteme Belastung beim Ampera. :roll:
Gruss Tango / Joe

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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von xado1 » 9. Jan 2014 00:18

es geht nicht um die belastung,sondern um den feuchtigkeitsanteil in der bremsflüssigkeit.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von micky4 » 9. Jan 2014 01:38

Was für ein Problem macht die Feuchtigkeit in der Bremsflüssigkeit ?
Liebe Grüße, Michael CU#13068, lithiumweiss, ePionier
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Martin
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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von Martin » 9. Jan 2014 06:43

micky4 hat geschrieben:Was für ein Problem macht die Feuchtigkeit in der Bremsflüssigkeit ?

Beim bremsen erwämt sich die Flüssigkeit und in einigen Situationen wird diese auch heiß.... sehr heiß.
Wenn dann Feuchtigkeit (Wasser) im System ist, wird dieses zu Wassserdampf und ein Gas lässt sich komprimieren....
Resultat, schlechtere Bremswirkung im Notfall und gerade im Notfall wo es besonders heiß wird.
Bild Nicht mal fliegen ist schöner.

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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von martinsergio » 9. Jan 2014 08:21

Jupp, richtig, es geht um den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit, ist dieser zu niedrig kann es im Extremfall zu Dampfblasen Bildung kommen und dann ist nix mehr mit Bremsen :geek:

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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von xado1 » 9. Jan 2014 09:56

im prinzip kommt soetwas nur in extremsituationen vor,rennsport oder langes bergabfahren ohne motorbremse oder bergab mit anhänger/wohnwagen,im normalen betrieb wird die bremse nicht annähernd so heiß,mit reku schon gar nicht.
ist im prinzip ein weg,um bei der überprüfung wenigstens etwas geld extra zu verdienen.
bei uns in österreich wird bei der jahresüberprüfung (pickerl) immer der siedepunkt gemessen,mittels entnahme aus dem vorratsbehälter.
und wenn man jetzt ein bisschen nachdenkt,weiß der geschickte auch,wie man das problem umgehen kann.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

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Re: Problem beim Bremsflüssigkeitswechsel

Beitrag von martinsergio » 9. Jan 2014 10:15

Ich würde es trotzdem nicht machen, wenn du z.B. vom Großglockner runter fährst und auf halbem Wege der Akku voll ist, ist nix mehr mit Reku :? dann gute Nacht wenn du 15 km Berg ab auf der Bremse stehen musst :shock:

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