Mein roter Volt und erste Eindrücke

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Thomas 165
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Mein roter Volt und erste Eindrücke

Beitrag von Thomas 165 » 24. Apr 2019 21:29

Guten Abend,

hier nun die Geschichte: Mein Volt und ich.

Auf den Opel Ampera wurde ich eigentlich durch Zufall aufmerksam. Das Konzept hat mich aber sehr schnell begeistert. Vor allem der größer Akku, im Vergleich zu de Hybrid-Autos (Und ja, ich weiß, dass der Ampera ein E-Auto mit range extender ist und kein Hybridfahrzeug :-) )
Vor einiger Zeit machte ich eine Probefahrt mit einem Lexus CT200h. Ich war dann fast schockiert, als nach ca 10 Kilometer Bergabfahrt der Akku voll war und sich der Verbrennungsmotor zuschaltete um eine Bremswirkung zu erzielen.
Im Vergleich zu den reinen E-Autos passt der Ampera bzw. Volt besser zu mir, weil ich in meiner Garage keine (einfach) Möglichkeit habe, das Auto schnell zu laden. Und über die Haushaltssteckdose das ganze dann ewig dauern würde. Außerdem ist mir die Reichweite für mein Fahrprofil bei den leistbaren E-Autos zu gering.

Ich las also wochenlang Berichte und schaute mir Videos zum Ampera an. Ich hab auch viel hier im Forum gelesen. Danke für die vielen Berichte und Tipps. Hier erfuhr ich dann auch, dass es den fast baugleichen Volt gibt.
Die Grundsatzüberlegung, ob ich mir das Auto wirklich kaufen würde, wenn es mir denn nach der Probefahrt immer noch gefällt, fiel positiv aus.
Also vereinbarte ich mir zwei Termine. Der Verkäufer des Amperas teilte mir kurz vor der Fahrt mit, dass er ihn bereits verkauft hatte. Blieb also noch der Volt.

Ich machte mich also auf von Igls ins Burgenland (ca 500-600 Kilometer je nach Route) um zum ersten Mal eine Volt zu fahren. Und ich kann nur sagen: ICH WAR BEGEISTERT. Es passte einfach alles. Das Auto hielt, was ich im Internet erfuhr, der Verkäufer kannte sich bestens mit E-Mobilität aus und konnte mir viele Tipps geben. Außerdem war er ein total symphatischer Mensch, dem ich sofort vertraute. Ich wusste, dass das Auto bei ihm in guten Händen ist/war.

Aber trotzdem fehlte mir der Vergleich. Da ja der Ampera, welcher ebenfalls im Burgenland gewesen wäre, nicht mehr verfügbar war, fuhr ich am nächsten Werktag nach Bad Tölz um mir dort einen Vergleichswagen anzuschaun und Probe zu fahren.
Nachdem ich auch noch abgeklärt hatte, welche Werkstatt in meiner Nähe den Volt reparieren und warten kann, teilte ich dem Verkäufer mit, dass ich das Auto nehmen werde.

Zu Ostern waren wir dann bei meiner Schwester (die wohnt auf halbem Weg ins Burgenland). Am Ostermontag holte ich dann diesen Traumwagen (Ist übrigens ein Volt BJ 2011 und kommt ursprünglich aus Deutschland) und fuhr zurück nach Igls. Die Strecke führte mich quer durch Österreich, Autobahnen, Bundesstraßen und Bergstraßen - alles war dabei.
Ich übernahm das Auto vollgeladen und -getankt. Zu Hause (also 500 km später) hatte ich dann 72,2 km elektrisch zurückgelegt - allerdings ohne bewusst zu schauen, möglichst weit zu kommen und hatte noch eine Benzinrestreichweite von 150km. Der Durchschnittsverbrauch lag bei 4,9L.

Was ich total nett vom Verkäufer fand war, dass er mir von sich aus anbot, mit seinen Kennzeichen nach Hause zu fahren. Das ersparte einigen Aufwand und vor Allem Zeit.

Den ersten Ladevorgang hat das Auto inzwischen auch bestens gemeistert. Einer langjährigen Partnerschaft steht also nichts mehr im Wege ;-)

Ein paar Punkte sind mir inzwischen aufgefallen. Auch wenn es zu den meisten sicher schon Beiträge gibt, wäre ich - falls jemand Details weiß - über eine kurze Antwort dankbar:

Kann es sein, dass eine Opel-Werkstatt, welche kein Chevroletpartner, aber Ampera-zertifizirt ist, trotzdem keine Volts reparieren KANN? Laut Verkäufer ist es kein nicht-wollen oder -sollen sondern wirklich ein nicht-können.

Ist es richtig, dass wenn man die elektrische Reichweite aufgebraucht hat, man auch durch sehr langes bergab fahren keine sichtbare E-Reichweite dazubekommt, man aber dann doch merkt, dass das Auto vermehrt elektrisch fährt?

Wenn man mit vollem Akku bergab fährt, nützt der L-Modus nix.

Im Anhang noch zwei Fotos vom meiner Heimfahrt.

PS: einen Wunsch an das Christkind hab ich auch schon: einen Typ 2 Stecker :-)
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Re: Mein roter Volt und erste Eindrücke

Beitrag von Markus Dippold » 25. Apr 2019 06:18

Das mit der Werkstatt hat nichts mit 'nicht können' zu tun, sondern eher mit mit 'nicht dürfen' oder 'nicht wollen'. Die Fahrzeugtechnik von Volt und Ampera ist identisch.

Wenn du mit anfänglich leerem Akku länger bergab fährst, bleibt die angezeigte E-Reichweite trotz Reku bei 0. Die so gefahrenen E-Kilometer werden trotzdem den Sprit-Kilometern zugerechnet.
Trick: Nach einiger Zeit mal anhalten, Auto aus- und wieder einschalten. Dann wird die E-Reichweite angezeigt und die E-Kilometer werden hochgezählt. Ob das ein Software-Fehler ist oder so gewollt, keine Ahnung.
Bild- Opel Ampera ePionier, lithiumweiß, Modelljahr 2012
Besitz und Datenerfassung seit 13.12.2012
131689km elektrisch, 15.95kWh/100km ab Akku
18299km RE-Betrieb, 5.90l/100km
LDV 0.7l, persönlicher LDV 0.74l

Stand 31.8.2020

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Re: Mein roter Volt und erste Eindrücke

Beitrag von ruediguzi » 3. Mai 2019 11:08

Schönes Auto, gratuliere und viel Spaß damit...!
Grüße
Rüdiger

Jetzt hab ich auch einen "Made in Detroit" :D

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